Klangsammler on Tour
Im Mai 2008 startete die LKJ ein neues Pilotprojekt zur vorschulischen kulturellen Bildung und Hörerziehung. Ein Team von Medien- und Musikpädagogen – die "Klangsammler" – besuchten Kindertagesstätten. In mehrtägigen Klangwerkstätten wurden unterschiedliche Methoden zur Förderung der Zuhörkompetenz und medienkulturellen Bildung unter Einbeziehung der Erzieher/innen praxisnah vorgestellt und erprobt.
Kinder wurden dabei durch ihre eigenen Klangwelten und Klangräume begleitet und schuffen mit leicht handhabbaren "Produktions-Werkzeugen" und mit Unterstützung erfahrener Pädagogen und Künstler ihre eigenen Klangkunstwerke. Unter dem Motto "Ganz Ohr - Haste Töne" wurden sie so spielerisch in ihrer Zuhör- und auditiven Ausdruckskompetenz gefördert und zur eigenen Kreativität angeregt. Die Lust am Experimentieren mit Sprache, Geräuschen und Musik wurde mit den Inhalten des Ohrenspitzerkoffers, mit selbst produzierten Hörspielen und mit Mitteln der musikalischen Früherziehung gefördert. Das Projekt war gleichzeitig für Kinder und Erzieher/innen attraktiv, die im Rahmen des Projektes ihre beruflichen Kompetenzen erweiterten.
Die Methode der Klangwerkstätten als temporäres Angebot in Kindertagesstätten wurde so entwickelt, dass das Angebot – ohne großen finanziellen und personellen Aufwand – von Erzieher/innen und Fachkräften nachhaltig eingesetzt werden kann. Die langjährigen Erfahrungen mit dem Programm "Ohrenspitzer" der LKJ in der außerschulischen Bildung waren Basis für "Klangsammler on tour". (siehe Ohrenspitzer)
Ziele von Klangsammler on Tour
- Förderung der Zuhör-Kompetenz von Kindern und Jugendlichen fördern. Damit einher geht die Förderung von Sprachkompetenz und des kreativen Umgangs mit Sprache, Musik und Geräuschen.
- Förderung der Gestaltungs- und Ausdrucksfähigkeiten bei Kindern. Ausgehend von Hörerfahrungen erhalten Kinder Gelegenheit, eigene Hör- und Klang-Produktionen zu realisieren.
- Einbeziehung von Erzieher/innen in die Projektplanung und -umsetzung, um praxisnahes Lernen in Hörerziehung erfahrbar zu machen und so ein exemplarisches Modell praxisbezogener Fortbildung erproben.
Das Projekt wurde vom Kultusministerium Baden-Württemberg und der Stiftung Medienkompetenz Forum Südwest unterstützt.
Kontakt:
Sibylle Rau-Pfeiffer
0711-620 390 85
